Funkbasierte Smart-Home-Systeme im Altbau

AdobeStock_114973008-219350498-teaser Wenn es um die Nachrüstung von Smart Home Technik im Altbau geht, sind sich die Experten einig: Die Anschaffung eines kabelgebundenen Systems macht nur dann Sinn, wenn Du noch mitten in der Sanierung steckst und im gleichen Atemzug die gesamte Elektroinstallation modernisieren möchtest. Ist das nicht der Fall, ist ein funkbasiertes System die bessere Lösung. Wie immer gibt es jedoch auch hier Ausnahmen von der Regel. Wir erklären Dir, was Du unbedingt vor dem Kauf einer funkbasierten Smart-Home-Anlage beachten solltest.

Warum ist ein Smart Home System im Altbau nützlich?

Bei Altbau denkt man gleich an wunderschöne Fassaden und Stuckverzierungen, eine großzügige Raumaufteilung und hohe Decken. Wer jedoch im unsanierten Altbau wohnt, bekommt schnell die Kehrseite zu spüren: Veraltete Haustechnik, zugige Fenster und schlecht gedämmte Wände lassen die Energiekosten explodieren. Selbst nach einer energetischen Sanierung bleiben die Heizkosten ein immenser Kostenfaktor – ein Nebeneffekt der imposanten Raumhöhe. Dazu kommt die Furcht vor Schimmel, vor allem im Keller und fensterlosen Bad.

Somit schreit der Altbau geradezu nach der Installation von Smart Home Technik:

  • Mit smarten Heizungsthermostaten kannst Du Deine Heizkosten deutlich senken, damit das Klima schützen und zugleich den Wert der Immobilie steigern.
  • Für ein gutes, schimmelfreies Raumklima sorgen smarte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren, die sich mit einem Luftentfeuchter koppeln lassen. Ist die Raumluft zu feucht, wird dieser automatisch aktiviert.
  • Im Altbau mit wertigen Parkett- und Dielenböden macht außerdem die Installation eines smarten Wassersensors Sinn, der bei Wasseraustritt (z. B. aus der Wasch- oder Spülmaschine) einen Alarm sendet, der automatisch als Nachricht auf Deinem Smartphone landet.
  • Darüber hinaus fungiert das Smart Home System als Alarmanlage – besonders praktisch bei veralteten Türen und Fenstern, die von Einbrechern leicht zu überwinden sind.
  • Dein Smart Home System kannst Du zusätzlich auf maximalen Wohnkomfort pimpen, z. B. mit Extra-Komponenten zur automatischen Lichtsteuerung oder smarten Speakern.
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Warum ist Funk praktischer als Kabel?

Smart Home Technik auf Funkbasis hat im Vergleich zu kabelgebundenen Systemen einen klaren Vorteil: Zur Installation müssen keine neuen Leitungen verlegt und dementsprechend keine Wände geöffnet werden. Das spart natürlich Unmengen an Zeit und Geld. Für ein gut ausgestattetes Smart Home System auf Funkbasis liegen die Anschaffungskosten bei ca. zehn Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Darin enthalten: die Zentrale, Fensterkontakte, Heizkörperthermostate, Rauchmelder, Alarmsirene, Wassermelder sowie die Beleuchtungs-Steuerung. Eine verkabelte Lösung kostet in jedem Fall ein Vielfaches davon.

Weiterer Vorteil der Funklösung: Du kannst die Komponenten Deines funkbasierten Systems inklusive Zentrale in Eigenarbeit montieren und in Betrieb nehmen – ohne Unterstützung durch einen Fachbetrieb.

Wesmartify-414_RetDposzicKS9hq6Alle Informationen der per Funk vernetzten Smart Home Komponenten laufen in der Zentrale zusammen, die über das Smartphone bedient wird.

Ein batteriebetriebener Kontakt der smarten Alarmanlage ist schnell am Fenster angebracht, ebenso die Heizung im Handumdrehen „smartifiziert“. Genauso einfach lässt sich die Beleuchtung in das Smart Home System einbinden. Durch den Installationsprozess leitet Dich eine Smartphone-App. Du siehst: Das Ganze ist wirklich kinderleicht und ruckzuck erledigt. Im Prinzip. Denn nun kommen wir zu den wenigen Ausnahmen, wo die Tücken im Detail liegen.

Genügt die Reichweite des smarten Funksystems für Deine Anwendung?

Die Reichweite ist stets die Achillesferse von kabellosen Smart Home Systemen. Du kennst das vielleicht von Deinem WLAN: Je weiter Du Dich vom WLAN-Router entfernst, desto schlechter wird der Empfang. Gleiches gilt für funkbasierte Smart Home Systeme. Die smarten Komponenten können nur über eine bestimmte Distanz mit der Smart Home Zentrale kommunizieren. Wird die Distanz überschritten, funktioniert die Steuerung nicht mehr zuverlässig.

Unser Tipp: Liebäugelst Du bereits mit einem bestimmten Produkt? Dann schau, was der Hersteller zum Thema Reichweite schreibt. Die Angabe versteckt sich hinter dem Begriff „typische Funk-Freifeldreichweite“. Bei der Smart Home Zentrale von wesmartify, dem Access Point, liegt die typische Funk-Freifeldreichweite beispielsweise bei 400 Metern.

Wände vermindern die Reichweite von funkbasierten Smart Home Systemen

Die Angabe der typischen Funk-Freifeldreichweite reicht allerdings nicht aus, um sicherzugehen, dass das funkbasierte Smart Home System den gewünschten Bereich in Deiner Wohnung oder Deinem Haus abdeckt. Jetzt kommen die Wände und Decken ins Spiel: Das Mauerwerk „schluckt“ die Funkübertragung. Bei Wikipedia sind diese Auswirkungen sehr schön beschrieben:

„Jede Mauer bedeutet eine signifikante Reduktion der Reichweite. Bei mehreren Mauern multipliziert sich dieser Effekt, so dass, wenn beispielsweise eine Mauer das Signal um 75 % dämpft, aus der Freifeld-Reichweite von 100 Metern bei 2 Mauern nur noch etwas über 6 Meter werden (100 m × 0,25 × 0,25).“

Das heißt: Je mehr Wände die Funkwellen überwinden müssen, und je dicker die Wände sind, desto geringer fällt die Reichweite aus. Auch Metall in Wänden und Decken reduziert die Reichweite.

Außerdem wichtig zu wissen: Funk ist nicht gleich Funk, denn die Systeme am Markt nutzen unterschiedliche Wellenlängen. Funkt das System z. B. auf der Frequenz 868 MHz, können die Wellen einfacher durch Wände und Decken hindurchdringen als beim kurzwelligen 2,4-Gigahertz-Band. Um die Fehleranfälligkeit bei der Funkdatenübertragung weiter zu minimieren, sind einige Smart Home Systeme darüber hinaus über den so genannten Bidirectional Communication Standard (BidCoS ) doppelt abgesichert: Hier bestätigt der Funkempfänger, dass er das gesendete Funksignal wirklich erhalten hat – das Senden des Funksignals wird automatisch so lange wiederholt, bis die Bestätigung vorliegt.

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Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge und umso mehr Informationen werden durch Hindernisse wie Wände absorbiert.

Unser Tipp: Überlege Dir vor der Anschaffung genau, welche Zimmer zukünftig „smartifiziert“ werden sollen und – falls vorhanden – ob auch Außenbereiche wie die Terrasse, der (Vor)garten, der Hinterhof oder die Garage eingeschlossen sind. Letzteres ist besonders wichtig, denn Altbau hat massives Mauerwerk. Diese saubere Planung mag zwar im ersten Moment etwas nervig erscheinen, ist aber für den reibungslosen Betrieb Deines funkbasierten Smart Home Systems von großer Wichtigkeit. Erst wenn Du weißt, welche Fläche smart werden soll, kannst Du errechnen, ob die Reichweite der Zentrale für die von Dir geplante Smart Home Installation ausreicht – oder ob ggf. Funkverstärker integriert werden müssen.

Alles zu kompliziert?

Jetzt schwirrt Dir der Kopf? Du bist Dir unsicher, ob ein Funksystem wirklich für Deine Altbauwohnung geeignet ist? Und Du hast keine Lust, viel Hirnschmalz in die Planung Deiner Smart Home Anlage zu stecken? Dann lass das Planen und Googeln einfach sein und hol Dir kostenlos Unterstützung vom Fachmann. Für alle, die keine Lust auf Technik-Wirrwarr haben, hat wesmartify die kostenlose Vor-Ort-Beratung eingeführt – selbstverständlich ohne Kaufverpflichtung. Wenn Du gleich ein paar Freunde dazuholen möchtest, buchst Du eine Smart Home Party. Wenn Dir eher nach einem Vier-Augen-Gespräch ist, machst Du einen Termin mit einem Smart Home Berater, entweder telefonisch oder Du schickst uns Deine Anfrage über das Kontaktformular auf unserer Webseite.

Sichere Dir eine Förderung!

Schon gewusst? Die KfW-Bankengruppe fördert „intelligente Bauvorhaben und Nachrüstsysteme, die für Sicherheit, Wohnkomfort und Energieeffizienz sorgen – im Rahmen eines altersgerechten Umbaus oder als zusätzliche Maßnahme bei einer energetischen Sanierung“. Check Deine Möglichkeiten unter www.kfw.de

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